Genesy

Genesy - Zaha Hadid

Genesy

design Zaha Hadid, 2009

Genesy drückt die Vorliebe der Designerin für organische Formen aus. Die Stehleuchte erinnert an einen Baum, dessen Stamm und Äste sich zu einer gewaltigen Krone entfalten. Die Komplexität der Struktur der Leuchte steigt dabei nach oben hin. Wie ein wachsender Organismus trägt das Zentrum ausschlagende Äste, die einen größeren Radius erzeugen um der Struktur eine dynamische Spannung und Stärke zu verleihen. Die Natur dient als Vorlage für die Form der Äste, die den Kontrast zwischen positiv und negativ, konvex und konkav, Spannung und Verdichtung ausdrücken.

Die direkte LED-Beleuchtung sowie das indirekte Licht durch Halogen- oder Leuchtstofflampen sind verstellbar und lassen sich getrennt voneinander durch Touch-Dimmer regeln.

Körper aus poliertem Polyurethan.

design Zaha Hadid

Zaha Hadid, Gründerin von Zaha Hadid Architects, erhielt 2004 den Pritzker-Preis für Architektur, der als Nobelpreis für Architektur gilt. Sie ist international für ihre Bauwerke sowie für ihre theoretische und akademische Arbeit bekannt.

Jedes ihrer dynamischen und innovativen Projekte baut auf über dreißig Jahren revolutionärer Forschungsarbeit in den Bereichen Städtebau, Architektur und Design auf. Zaha Hadid und Patrik Schumacher, der Seniorpartner des Büros, sind besonders an der Schnittstelle zwischen Architektur, Landschaft und Geologie interessiert. Ihre Arbeiten beschäftigen sich mit der Verbindung zwischen der natürlichen Topografie und von Menschen geschaffener Systeme und resultieren in Experimenten mit neuesten Technologien.

Ein solcher Prozess führt häufig zu unerwarteten und dynamischen architektonischen Formen. Das MAXXI, das Nationalmuseum für Gegenwartskunst in Rom, oder das Londoner Wassersportzentrum der Olympischen Spiele 2012 sind ausgezeichnete Beispiele für Hadids Streben nach komplexem, fließendem Raum. Auch ihre früheren bahnbrechenden Gebäude, wie das Rosenthal Center for Contemporary Art in Cincinnati und das Opernhaus von Guangzhou House in China wurden als Architektur berühmt, die unsere Vision von einer Zukunft mit neuen Raumkonzepten und kühnen visionären Formen transformiert. Das Büro Zaha Hadid Architects gilt als Pionier in der Forschung und gibt mit zukunftsweisendem Design weltweit den Ton an.

Gegenwärtig arbeitet Hadid an zahlreichen Projekten in aller Welt, darunter Bahnhöfe für die Hochgeschwindigkeitsbahn in Neapel und Durango, das Hochhaus der Reederei CMA CGM in Marseille, die Planung für das neue Messezentrum Fiera di Milano sowie große Projekte in Peking, Bilbao, Istanbul und Singapur. Im Nahen Osten zählen dazu kulturelle, unternehmerische, akademische und infrastrukturelle Projekte in Jordanien, Marokko, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Saudi Arabien, neben staatlichen Institutionen wie dem neuen Hauptsitz der Zentralbank des Irak.

Zaha Hadids Arbeiten der vergangenen 30 Jahre waren Thema hochgelobter Ausstellungen im New Yorker Solomon R. Guggenheim Museum (2006), im Londoner Design Museum (2007), im Palazzo della Ragione, Padua (2009) und im Philadelphia Museum of Art (2011). Zu ihren jüngsten vollendeten Projekten zählen das Londoner Wassersportzentrum (2011), das Riverside Museum in Glasgow (2011), das Opernhaus in Guangzhou (2010), die Sheikh Zayed Brücke in Abu Dhabi (2010), das MAXXI-Museum in Rome (2009), der Burnham-Pavillon in Chicago (2009), die Mobile Art für Chanel in Hong Kong, Tokio, New York und Paris (2008) und die neuen Seilbahnstationen in Innsbruck (2008).

Hadids herausragenden architektonischen Leistungen werden von den großen Institutionen der Welt anerkannt. Von der Japan Art Association erhielt sie 2009 den prestigeträchtigen Preis „Praemium Imperiale”. Vom Royal Institute of British Architects wurde sie 2010 und 2011 mit einer der höchsten Auszeichnungen in der Welt der Architektur, dem Stirling Prize, geehrt. Die UNESCO zeichnete Hadid als „Künstlerin für den Frieden“ aus. Frankreich ehrte Hadid mit dem „Commandeur de l’Ordre des Arts et des Lettres” – in Anerkennung ihrer Verdienste um die Architektur. Die Zeitschrift TIME nahm sie 2010 in ihre Liste der 100 einflussreichsten Menschen der Welt auf.