Patroclo

Patroclo - Gae Aulenti

Patroclo

design Gae Aulenti, 1975

Patroclo besticht durch sein magisches Licht- und Schattenspiel. Die aufregenden Muster entstehen durch das Netz aus Metall, das den transparenten Glaskörper umgibt. Das Glas wird durch das Netz mundgeblasen und verschmilzt mit seiner Ummantelung.

Leuchtenkörper aus transparentem Glas, Netz aus Metall.

Ausstellungen:

  • Twentieth Century Design Collection of the Metropolitan Museum of Art, New York (US)
  • The Denver Art Museum, Denver (Colorado, US)

design Gae Aulenti

Gae Aulenti (eigentlich Gaetana Aulenti, geboren 1927) war eine italienische Architektin, Innenarchitektin sowie Leuchten- und Industriedesignerin. Sie wurde durch mehrere große Museumsprojekte bekannt wie beispielsweise das Musée d'Orsay in Paris (1980–1986), das Museum für moderne Kunst im Centre Pompidou in Paris, der Palazzo Grassi in Venedig (1985-1986) und das Asian Art Museum of San Francisco (2000–2003). Gae Aulenti war eine der wenigen Designerinnen der Nachkriegszeit in Italien.

Aulenti studierte am Politecnico Mailand Architektur und machte 1959 ihren Abschluss. Sie schloss sich einer Gruppe junger Künstler an, die der Philosophie von Ernesto Nathan Rogers anhingen. Gelegentlich entwarf Gae Aulenti auch Bühnenbilder für Luca Ronconi. Für die Zeitschrift Casabella Continuita war sie von 1955 bis 1965 Art Director und war später Teil des Aufsichtsrats der Zeitschrift Lotus International. Nach ihrer Promotion lehrte Gae Aulenti von 1960 bis 1962 an der Fakultät für Architektur der Universität Venedig und von 1964 bis 1967 an der Fakultät für Architektur an der Universität Mailand. In dieser Zeit fertigte sie auch Entwürfe für das Kaufhaus La Rinascente. Später entwarf sie Möbel für Zanotta, unter anderem zwei ihrer bekanntesten Objekte, den Klappstuhl „April“, aus Edelstahl mit abnehmbarem Bezug, und ihren Tisch „Sanmarco“, mit einer Platte aus Glas. Später war sie Vizepräsidentin des Verbands der Industriedesigner.

Aulenti war in der Nachkriegszeit in Italien tätig und schuf Objekte unterschiedlichster Stilrichtungen. Ihr lagen allerdings immer vor allem die in einem Raum Anwesenden am Herzen, da sie ihrer Meinung nach das Wesen dieses Raums ausmachten.

Sie vertrat einen schlichten Stil. In der Vogue sagte sie, „wenn jemand sie um Rat fragte würden zu Hause ein paar Regale für Bücher und ein paar Kissen zum Sitzen ausreichen”. Sie war weniger für vergängliche, kurzlebige Trends als für die Rückkehr zu dauerhaften Werten bekannt.

Anlässlich der Mailänder Triennale 1964 erhielt sie für ihr Objekt im italienischen Pavillon den ersten Preis. Es handelte sich dabei um einen Raum mit einer Spiegelwand und Scherenschnitten mit Frauensilhouetten. Dazu hatte sie sich von Picasso inspirieren lassen. Er trug den Titel „Arrivo al Mare”. Außerdem gehörte sie von 1977 bis 1980 dem Aufsichtsrat der Triennale an. Gae Aulenti verstarb am 1. November 2012 in Mailand.